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Geschichte


Schon 3000 bis 1900 v. d. Z. gab es in diesem Gebiet der Uckermark erste nachweisliche Besiedlungen während der Jungsteinzeit (belegt durch Funde aus der mittleren und jungen Steinzeit in Ortsnähe). 1900 bis 500 v. d. Z. besiedelten diesen Raum patriarchalische Stämme. Zur Zeit der großen Völkerwanderung 400 bis 900 besiedelten die Ukranen das Gebiet der Uckermark. Als Folge der Expansionspolitik um 934 erfolgte die Unterwerfung des Gebietes durch den Frankenköng Otto I. 1100 wurde das slawische Herzogtum Pommern mit der Uckermark gegründet. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde das Land von deutschen Einsiedlern besetzt und neue Orte gegründet.


In diese Zeit fiel auch der Bau der Kirche (ca. 1250). Eine Inschrift an der Kirche läßt die Gründung des Ortes Steinhöfel um 1220 vermuten.
Steinhöfel wurde zum ersten Mal 1375 mit 54 Hufen im Landbuch des Kaisers Karl des IV. genannt. Ebenfalls berichtet das Landbuch über einen Bertram von Greifenberg mit einem Besitz von 8 Hufen in Steinhöfel und 3 Ritterhöfen mit 10 Hufen. Durch wiederkehrende kriegerische Auseinandersetzungen in den Jahren 1393 bis 1625 wechselten die Besitzverhältnisse der herrschenden Adelsfamilien ständig. 1479 kam auch der nördliche Teil der Uckermark von Pommern zu Brandenburg. (Der kleine Fluss Welse war lange Zeit Grenzfluss!)


An der Stelle des untergegangenen Ortes Bablendorf wurde um 1500 erstmals Neuhaus erwähnt:
Das Ackervorwerk wurde im 15. Jahrhundert von der Familie von
Sparr angelegt und wegen der neuen Häuser Neuhaus genannt. 1608 erstmals als Rittergut schriftlich erwähnt unter dem Namen "Newen Haußen". Nach der Übernahme des Gutes durch die Familie von Redern (1848) wurde auf dem Gut ausschließlich Forstwirtschaft betrieben.
1831 vernichtete ein Brand in Neuhaus alle Gebäude bis auf die
Försterei und das Pächterhaus. Von 1893/94 bis 1945 hatte die Privat-
waldoberförsterei Görlsdorf ihren Sitz in Neuhaus. 1952 wurde Neuhaus Ortsteil von Steinhöfel. Mit der Bildung des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Schorfheide (1957) wurde Neuhaus wieder Sitz einer Oberförsterei. Das gesamte Gebiet mit 10000 ha Wald nutzte zu DDR-Zeiten die Regierung als Staatsjagdgebiet. Seit 1990 gibt es in Neuhaus eine privatgeführte Jagdschule. Sie bietet landesweit Lehrgänge zur Vorbereitung der Jagdprüfung an. 1991 ist der STFB
Neuhaus in das Amt für Forstwirtschaft Eberswalde übergegangen.

Seit 1593 war Steinhöfel je zur Hälfte im Besitz der Familien von Sparr und von Redern zu Görlsdorf. Um 1600 gab es in Steinhöfel am Handelsweg Greiffenberg - Joachimsthal eine Zollkette. Da die Uckermark während des Dreißigjährigen Krieges zu den markantesten Kriegsschauplätzen gehörte, gab es auch in Steinhöfel Leid und Vernichtung. Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren 1688 von den 20 Bauernstellen nur 7 besetzt.
1725 entsteht der heutige Ortsteil Friedrichsfelde:
Das Vorwerk mit Schäferei wurde 1725 von der Familie von Sparr
angelegt. Friedrichsfelde kaufte 1772 die Familie von Redern zu
Görlsdorf - 1928 erfolgte die Auflösung des Gutsvorwerkes.
Seit 1957 ist Friedrichsfelde Ortsteil von Steinhöfel. Von 1977 bis
1990 befand sich im OT ein Betriebsteil des Gutes Wilmersdorf.
Seit 1990 werden die Ländereien von dem Steinhöfler Landwirt
Schulze und der Lehrschäferei Kath bewirtschaftet. 1995 wurde,
in Zusammenarbeit mit dem Schäferverein Uckermark, mit dem Aufbau der
Lehrschäferei Kath begonnen. Ungefähr 1000 Schafe stehen auf ca. 300 ha Weidefläche.

 

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